Die Insel Avalon

Die Insel Avalon glitzert im Licht der Morgensonne. In den Senken, die noch dunkel und feucht vom Tau sind, hängen tiefe Nebelbänder. Sie umrahmen die uralten Steine, winden sich um die heiligen Quellen, die unerschöpflich aus dem Leib der Mutter fließen.

Mit der aufgehenden Sonne heben sich auch die nebel durch die Bäume hinauf zu den Hängen des steilen Hügels, wie Fahnen im blassblauen Himmel wehend. Die Vögel singen das Kommen des Tages herbei, Füchse machen sich auf ihren Weg aus der Nacht nach Hause, halten an, um die Luft zu wittern und eilen weiter. Kleine Rehe ziehen sich in den Schutz der Bäume zurück, die Krähen der Morgenen fliegen krächzend herbei. Rund um die Insel hüllt der nebelige See die Sommerlandein dichtes Weiß. Gesegnet sind wir in dieser abgeschiedenen Welt. Durch die Nebel ertönt eine Glocke und ruft die Priesterinnen der Göttin zu ihrem „Tempel“ von Avalon. Aus den kleinen Behausungen, die sich unter die Bäume ducken, erscheinen einzeln und zu zweit Gestalten, schlüpfen auf den gepflegten Pfaden zu dem heiligen Platz. Ihre weichen, wollenen Roben von violetter und blauer Farbe tauchen ein in den Nebel und wieder auf, verfließen und treten wieder hervor.

In der Stille der heiligen Halle brennt vor dem Bildnis der Novala, unserer Lady von Avalon, die ewige Flamme bald ruhig, bald flackernd, wie von einem unsichtbaren Atem bewegt. Im Osten wird, umringt von Räucherschalen, das heilige Wasser der Quelle in den Kelch gegossen. Die Glocke ertönt erneut, ein neuer Tag bricht an. Der Gesang erhebt sich, Stimmen singen das Lied der Göttin. Es ist ein wundervollen Klang aus der Mitte des Herzens, der mit dem Atmen anschwillt und abfällt. Die Priesterinnen erschaffen den heiligen Raum, erfüllen ihn einer Ruhe, die das Herz öffnet und weitet. Die Anrufung beginnt, Stimmen erheben sich und rufen die Spirits aus den neun Richtungen des heiligen Rades herbei. Mit erhobenen Armen weben die Finger der Priesterinnen Muster in die

Luft. Ihre Körper sind in Bewegung, sie öffnen das Rad mit ihrem Atem. Die weisen Worte sind gesprochen, die Energie der Göttin ist aktiviert.

Unscheinbar und sanft zunächst flackern die Regenbogenlichter um den Kreis, bleiben einen Augenblick in der Luft und entpuppen sich als tanzende, schemenhafte Formen. Vom Zentrum aus erglüht die violette Flamme und erfüllt den Raum mit ihrem Strahlen. Sie wird mit jedem Moment heller und verströmt sich, während der Gesang seinen Höhepunkt erreicht. Ihr Glanz sättigt die Luft mit farbigen Strahlen. Überfließen strömt sie in alle Richtungen der geweihten Lande von Avalon. Pulsierende Lichtströme breiten sich wellenförmig über den nebeligen See aus, bis zum Festland. Hier verbindet sich die göttliche Energie mit den Funken und den ätherischen Fasern, die innerhalb aller Geschöpfe wirken. Sie erneuern das Netz der Wunder und des Zaubers, das seinen Weg durch

das Land webt.

Alles ist gut. Ein neuer Tag im Paradies ist angebrochen.

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